Dorfposcht
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Editorial der Ausgabe 144 vom 27. November 2015

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

Als Fachverantwortlichen für das Trinkwasser, wovon Sie täglich konsumieren, stehen mir in der nächsten Zeit sehr grosse Herausforderungen an. So hat jede Gemeinde im Kanton Zürich die Auflage, dass sie ihre Einwohner von mindestens zwei Orten her, unabhängig voneinander, mit genügend Trinkwasser versorgen muss. Wir sind zwar in der glücklichen Lage, mit dem Reservoir in Gütighausen über genügend Trinkwasser zu verfügen. Dies dann, wenn vom Reservoir in Rickenbach kein Wasser mehr kommen würde. Infolge der unterschiedlichen Druckzonen sind wir aber auf eine weitere Wasserversorgung angewiesen. Diese vorgeschriebene Massnahme ist aber sehr teuer und wird noch einige Verhandlungen mit möglichen Partnern benötigen, bis eine Lösung, die für alle stimmt, gefunden wird. Im Oktober wurde unsere Wasserversorgung einer eingehenden Kontrolle durch das Kantonale Labor Zürich unterzogen. Dabei schnitten wir sehr gut ab. Ich bedanke mich hiermit bei den zuständigen Mitarbeitern, dank denen diese gute Bewertung ermöglicht wurde. Vor allem bei unserem Brunnen-Wasserwart, Hugo Ehrensperger. Er war dieses Jahr sehr stark gefordert. Hatten wir doch überdurchschnittlich viele Wasserleitungsbrüche. Da musste Hugo einige Male zu verschiedensten Tages-/und Nachtzeiten zu Sofortmassnahmen ausrücken. Diese Rohrbrüche sind teilweise auch auf das sehr trockene Wetter im letzten Halbjahr zurückzuführen.

Bezüglich des von uns konsumierten Trinkwassers taucht hie und da die Frage auf, wie es mit der Wasserhärte stehe, da das Wasser sehr kalkig sei. Dazu sei folgendes gesagt; das Trinkwasser wird periodisch den vorgeschriebenen Kontrollen unterzogen. Dabei wird u.a auch die Wasserhärte bestimmt. Unser Quellwasser ist sehr kalkhaltig, resp. weist eine hohe Wasserhärte auf (ca. 45 °fH). Im Gegensatz dazu ist das Wasser, welches vom Pumpwerk Feldi stammt, weniger kalkhaltig. Da die beiden Wasser gemischt werden, pendelt sich die Wasserhärte bei ca. 35 °fH ein.

Zum Schluss habe ich noch eine Anregung an die Einwohnerinnen und Einwohner unserer Gemeinde. Wir haben im vergangenen September ein sogenanntes ‚Fyrabiggespräch‘ eingeführt. Da sind alle Gemeinderäte anwesend und Jedermann-/frau kann sich dort direkt mit uns, in einer ungezwungenen Atmosphäre, austauschen. Die nächste Gelegenheit besteht im kommenden Mai in Gütighausen, an einem noch zu bestimmenden Ort. Der Gemeinderat würde sich an einer regen Beteiligung freuen.

Ich wünsche allen eine schöne und besinnliche Adventszeit.

Peter Benz

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