Dorfposcht
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Editorial der Ausgabe 131 vom 27. September 2013

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Die Zeit vergeht wie im Flug. Vor mehr als 11 Jahren habe ich mich entschieden für einen Sitz im Gemeinderat Thalheim zu kandidieren. So begab ich mich an einem kalten Januarabend an die Wählerversammlung der Gemeinde Thalheim. Der damalige Gemeindesaal im Dachgeschoss war sehr spärlich besetzt. Der Tagespräsident hielt eine kurze Ansprache und erläuterte den Ablauf der Wählerversammlung. Als der Aufruf zum Vorschlag für mögliche Kandidaten für den Gemeinderat erfolgte, schaute ich gespannt in die Runde, wer sich da zur Wahl stellen würde. Es blieb still im Saal, keine Wortmeldung. Der Tagespräsident schaute fragend in die Runde. Nach einigen Atemzügen stellte er nochmals die Frage, ob es wirklich keine Kandidaten im Saal habe. Da nahm ich meinen ganzen Mut zusammen, erhob die Hand und meldete mich. Meine Meldung wurde erhört und ich wurde einige Wochen später an der Urne gewählt.

Nachdem mein Arbeitgeber mir die Ausübung des Amtes bewilligte, nahm ich die Wahl an. So war ich nun gewählter Gemeinderat in der Gemeinde Thalheim an der Thur. Bei der ersten Sitzung, konnte ich bereits einen persönlichen Erfolg buchen, weil mir meine Wunschressorts zugesprochen wurden. Zudem erfuhr ich, in welchen Kommissionen ich Einsitz hatte. Ich musste schnell einmal feststellen, dass das Amt des Gemeinderates nicht immer so einfach ist. Da der Gemeinderat als Kollegialbehörde auftritt (in Anlehnung an Art. 177 Bundesverfassung), wo alle Mitglieder die gleichen Rechte haben und gefällte Entscheide miteinander tragen müssen, musste ich mich manchmal Entscheidungen beugen, die gegen meinen Willen waren.

Die Amtsdauer verging wie im Flug, obwohl ich hie und da nur mit Mühe die nötige Zeit aufbringen konnte, allen Sitzungen und anderweitigen Verpflichtungen nachzukommen. Da es meine familiäre und berufliche Situation erlaubte, entschloss ich mich für eine zweite Amtsdauer. Nach acht Jahren gefiel es mir noch so gut, dass ich noch eine dritte Amtsdauer anhängte. Ich sitze nun elf Jahre im Gemeinderat und habe immer noch Freude am Amten und werde das nächste Jahr noch einmal kandidieren.

Die Gemeinde steht wieder einmal am Ende einer Legislaturperiode und es stehen im kommenden Frühjahr Wahlen in die verschiedenen Behörden an. Wie nach jeder Amtsperiode müssen Rücktritte ersetzt werden. Auch unsere Gemeinde bleibt davon nicht verschont. Ich bin überzeugt, liebe Leserinnen und Leser, dass wir es zusammen wieder schaffen, diese Lücken durch hochmotivierte Einwohner unserer Gemeinde schliessen zu können.

Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner, kommt eurer Bürgerpflicht nach und meldet euch. Es stehen vier spannende Amtsjahre an. Die zur Wahl anstehenden Behörden stehen vor grossen Herausforderungen. Der Ruf nach Fusionen hallt immer mehr durch die Medien und macht auch vor unserer Gemeinde nicht Halt, respektive wird uns in der nächsten Amtsdauer immer mehr beschäftigen. Wenn sie sich angesprochen fühlen, so nehmen sie Kontakt mit der Gemeindeverwaltung oder einem Amtsträger ihrer Wahl auf. Er wird sie umfassend über die Tätigkeiten seiner Behörde in Kenntnis setzen.

Ich wünsche allen Leserinnen und Leser meines Editorials einen schönen Spätsommer und hoffe auf eure Mithilfe bei der Schliessung der Lücken in den verschiedenen Behörden.

Es grüsst sie freundlich
Peter Benz

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