Dorfposcht
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Editorial der Ausgabe 129 vom 31. Mai 2013

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Zum Glück gibt es immer wieder Menschen, die im besten Sinne unserer gelebten Miliz einen Beitrag für das Gemeinwesen leisten und Freude daran haben.

Im Ausland werde ich oft gefragt, was die Schweiz denn zum «Sonderling» mache oder wieso unsere «innere Stabilität» so hoch sei. Unsere Stabilität nur auf das Privileg des finanziellen Wohlstandes zu reduzieren, wird der Sache nicht gerecht. Zentral für unsere Stabilität ist vielmehr unser einzigartiges Staatswesen. Es ist nicht in einer entfernten Rolle mit sich selber beschäftigt, sondern durch die direkte Beteiligung des Bürgers für den Bürger da. Unser Staat ist ein Werkzeug für das Gemeinwohl, dies schafft Vertrauen.

Es ist mir ein Anliegen, Sie als Bürgerinnen und Bürger frühzeitig darauf hinzuweisen, dass in einem Jahr (März 2014) Neuwahlen in unserer Gemeinde anstehen. Einige Rücktritte in unseren Behörden sind schon angekündigt. Neue Gemeinderäte, Schulpfleger und Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission sind also gesucht. Wir freuen uns auf engagierte Bürgerinnen und Bürger, die im Team mitarbeiten, Verantwortung übernehmen, mitgestalten und mitentscheiden wollen. Vielleicht ist es Ihnen auch wichtig, dass wir das Privileg haben, uns politisch einzubringen und politisch zu engagieren. Mit unseren Interessen und Werten können wir die Gemeindepolitik und unser Gemeinwesen prägen und weiter entwickeln.

Der Zeitaufwand ist nicht unwesentlich. Im Gemeinderat beträgt dieser im kantonalen Schnitt etwa 7 Stunden pro Woche und beim Gemeindepräsidenten etwa das Doppelte. Ich schätze, dass der Zeitbedarf bei der Schulbehörde im gleichen Rahmen liegt.

Ich durfte in meinem Amt bisher viel Neues erfahren und interessante Menschen kennen lernen. Manchmal musste ich gegen eigene Überzeugungen auch die Meinung der Mehrheit vertreten. Dies verlangt Toleranz und Geduld, mit meinem eigenen Ärger oder mit Enttäuschungen umzugehen. Die vergangen Jahre in dieser Arbeit waren für mich eine grosse Bereicherung, ein «Lehrplätz» und eine sehr gute Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte.

Geben Sie sich einen «Schubs», nehmen Sie sich einen Teil ihrer Freizeit und leisten Sie einen Beitrag für unsere Gemeinde – für eine Gemeinde, wie wir sie uns wünschen. Fragen Sie sich nicht nur, was die Gemeinde für Sie tut, sondern was Sie für die Gemeinde tun können. Sie werden Ihren Entscheid nicht bereuen und in Ihrem Amt sicher viele neue Erfahrungen gewinnen.

Falls ich Ihr Interesse wecken konnte, stehe ich Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung, sprechen Sie mit einem unserer Behördenmitglieder oder wenden Sie sich direkt an unseren Gemeindeschreiber. Ich freue mich auf Ihr Interesse an einem Amt und wünsche Ihnen schöne Sommertage.

Caroline Hofer Basler

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