Dorfposcht
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Editorial der Ausgabe 112 vom 30. Juli 2010

Liebe Leserinnen, Liebe Leser

Tröööööööööööööt …

Es ist vorbei – vier Wochen Fussball sind geschafft, unser Gehör kann sich langsam wieder an den üblichen Lärm gewöhnen und hört ungehindert wieder die Vögel zwitschern und die Insekten brummen.

Doch schon gehts wieder los, die Meisterschaft hat angefangen und die Qualifikation für die EM ist auch nicht mehr weit.

Die Schweizer Nati – ausgesprochen mit «z», aber geschrieben mit «t», liebe Germanen, ist wie ich erwartet hatte nach der Vorrunde nach Hause gereist, und hat ein Spiel gewonnen, das keiner so erwartet hat.

Nun können wir wieder Jahre davon zehren, dass wir als einzige den Europameister und nun sogar Weltmeister geschlagen haben. Wir sind deswegen um sechs Plätze auf den 18. Platz in der Fifa-Rangliste hochgestiegen. Was man von dieser Rangliste halten kann, ist wohl klar, wenn man nach der Vorrunde heimreist!

Die Afrikaner sind leider mehrheitlich früh ausgeschieden, auch sie müssen lernen Tore zu schiessen und nicht nur anzurennen.

Was war das zeitweise für ein armseliges Gekicke! Die Superstars waren, wie meist an Grossanlässen blass, dies aber auch, weil ihnen ihre vertrauten Passgeber und Mitspieler gefehlt haben, oder war es den einen einfach zu kalt in Südafrika – Süd impliziert nicht gleich warm!

Unser Sepp Blatter will weiterhin Präsident der Fifa bleiben, ist er doch erst 74, was ja kein Alter ist.

Aber, wenn man so einfach versucht Stimmen zu fangen, indem man einen der besten Schiedsrichter der Welt, nach einer guten Leistung, aber halt «falschen» Entscheidungen gegen das falsche Team, nach nur einem gepfiffenen Spiel nach Hause schickt –Tschau Sepp!

Ach ja, die Ärzte-Fraktion wird auch zu tun haben. Neben den Verletzungen, welche durch die unsäglichen Treter verursacht wurden – eine Privatklage wäre manchmal angebracht – sind die Augenärzte oder Optiker gefragter denn je.

Die ganze Welt hat es gesehen, wenn auch teilweise erst nach der Zeitlupe, der Ball war mehr als drin – im Gegensatz zu damals im Wembley – ach ja, da war ja ein Schweizer, der unparteiische.

Hup Holland, Viva España, Hopp Schwiiiz …

Erich Bucher

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