Dorfposcht
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Editorial der Ausgabe 96 vom 30. November 2007

Liebe Leserinnen und Leser

Die Natur hat uns wiedereinmal mit einem Bilderbuch Herbst erfreut. Schon früh färbten sich in diesem Herbst die Blätter an den Bäumen und kündigten die Jahrszeit der Ernte an. Von dunklem Rot bis zum leuchtenden Goldgelb erstrahlten die Waldränder und luden zu einem Spaziergang ein. Drinnen im Wald mit Laubholzbestand, war die Stimmung noch ergreifender. Und wenn dann die Sonne mit ihrem strahlenden Licht die Szene beleuchtete, dann konnte sich wohl kaum einer dem Bann dieser zauberhaften Stimmung entziehen.

Weil der erste Frost und die Herbststürme auf sich warten liessen, dauerte die herbstliche Pracht recht lange und liess uns Zeit sie zu geniessen. Dankbar konnten wir uns darauf besinnen, wie schön doch der Flecken Erde ist, auf dem wir leben dürfen. Das Weinland und das Thurtal. Mit den sich sanft erhebenden Hügelzügen und mit den lieblichen Thurauen. Geniessen wir doch unsere schöne Welt. Ein Spaziergang durch die Natur lässt uns die Sorgen unserer hektischen Zeit vergessen. Auch jetzt, wo ersten Stürme das Laub von den Ästen gefegt haben und die ganze Pracht als goldener Teppich vor unseren Füssen liegt.

Das Cover der Dorfposcht Nummer 96 vom Dezember 2007Bei solchen Gängen durch die Natur gehen einem allerlei Gedanken durch den Kopf. So ist mir kürzlich klar geworden, dass unsere Gemeinde neben dem Bauboom auch im kulturellen Bereich recht zünftig zugelegt hat. Zum Beispiel im ehemaligen Restaurant Mühle, wo es sich Diana und Reginald Routh – ein äusserst aktives Ehepaar aus England – hübsch eingerichtet haben. Im heimeligen Variété, das sie in der alten Kegelbahn installiert haben, gibt ca. alle zwei Monate, die Phil Franklin Jazz-Band ihre heissen Konzerte. Der versierte Schlagzeuger, der in seinen besten Jahren gar mit Duke Ellington, Hazy Osterwald und anderen Grössen der internationalen Musikszene zusammen auf der Bühne stand, ist heute noch eine Klasse für sich. Aber auch seine Kollegen sind auf ihren Instrumenten absolute Könner. Auch Jill Benz, Sängerin mit einem unerschöpflichen Repertoire, gastierte mit ihrer «Cocktailband» schon zweimal in der Mühle und selbst die Magier des Winterthurer Magier Ringes spielten da schon ihre Tricks aus. Die Musikband «Les Nostalgiques» spielten ihre Evergreens im Garten des Restaurantes Winkelstube und begeisterten das Publikum genau so wie die «Swiss Street Jazz Companie» in der Schürlibeiz. Ein absoluter Höhepunkt waren die Konzerte der «Grenadier Musik» aus Zürich am 1. April. Das waren nur ein paar kulturelle Anlässe. Einen Überblick werde ich Anfangs nächstes Jahr schreiben. In Thalheim ist wirklich was los!

Jakob Roduner

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