Dorfposcht
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Editorial der Dorfposcht Nr. 92 vom 30. März 2007

Liebe Leserinnen und Leser

Jedes fünfte Kind in der Schweiz ist zu dick. Was genau kann ich mit dieser Aussage anfangen? Ich könnte zum Beispiel ausrechnen, dass wir demzufolge in Thalheim 35 Kinder zählen, die zu dick sind. Interessant, denn das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Diese Kinder sollen also alle Bewegungsmuffel sein und sich falsch ernähren oder genau genommen, sich falsch ernähren lassen. Ehrlich gesagt, ich bezweifle, dass das auf all diese Kinder zutreffen soll. Jetzt einmal abgesehen davon, ob diese in Thalheim oder sonst wo in der Schweiz leben. Aber verantwortlich für die Ernährung der Jungschar sind ausschliesslich immer noch deren Eltern. Nun habe ich mir aber sagen lassen, dass vielen die Zeit fehle, um ab und zu etwas Gesundes zu kochen. So, so, die liebe Zeit…

[Das Titelbild der Dorfposcht Nr. 92 vom März 2007]Ein grosser, stabiler Esstisch ist doch etwas Schönes. Vor allem, wenn dieser zum Miteinanderessen genutzt wird. Während dem gemeinsamen Essen wird erzählt, gelacht und auch einfach zugehört. Auf diese Weise isst man automatisch langsamer und das Essen schmeckt doppelt so gut. Es spielt dann wohl auch weniger eine Rolle, was genau auf dem Teller ist; ob frisches Gemüse oder Pommes Frites. Die dabei erlebte Gemütlichkeit ist zugleich die beste Verdauung. Wenn man dabei auch einmal etwas isst, das gesund sein soll, umso besser. Je mehr hungrige Mäuler an dem Tisch sitzen, umso mehr Bewegung kommt in das gemeinsame Essen. Das geniesst nicht nur Jung, sondern genauso Alt. Tatsache bleibt jedoch, dass man für das Kochen von Mahlzeiten Zeit einberechnen muss. Das lässt sich nicht ändern.

Tja, und da wäre noch die Sache mit den Bewegungsmuffeln. Wie soll ich mich dazu äussern? Am besten Sie betätigen während dem «Dorfposcht»-Lesen Ihren Hometrainer oder Stepper. So bleiben Sie nicht nur in Bewegung, sondern auch gleich auf dem Laufenden, was das Dorfleben anbetrifft. Zugleich sind Sie so auch ein gutes Vorbild für unsere Kinder, was diese dringend brauchen.

Claudia Menza

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