Dorfposcht
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Editorial der Dorfposcht Nr. 90 vom 24. November 2006

Liebe Leserinnen und Leser

[Das Titelbild der Dorfposcht Nr. 90 vom Juli 2006]Beim Zeitunglesen oder Nachrichten schauen im Fernsehen hat man ja schon seit mehreren Jahren das Gefühl, dass eigentlich mehrheitlich nur noch schlechte Nachrichten präsentiert werden. Dies scheint, so könnte man meinen, die Leute mehr zu animieren zu lesen oder zu schauen, als gute Nachrichten – die ja «normal» sind.

Doch was wir in diesem Jahr schon ein paarmal und vor allem letzte Woche lesen mussten hat doch so manchen schockiert und auch sicher sehr nachdenklich gestimmt.

Kann es wirklich sein, dass solch Abscheuliches, wie es die Schüler in Zürich-Seebach über mehrere Wochen getan haben, von niemandem, nicht einmal von den Eltern bemerkt wird?

Ist unser Leben so abgestumpft? Haben die Eltern der betroffenen kein Interesse an Ihren Kindern und dem Umgang, den sie haben – oder ist es wirklich so, dass man derartiges Tun vor seinen Nächsten verbergen kann, ohne dass auch nur das Geringste bemerkt wird?

Es ist für mich sehr schwer zu glauben, dass dem so sein soll! Oder hat man es einfach ignoriert? Das ist noch fast schwerer zu glauben und schon eher unwahrscheinlich.

Wir sollten uns vielleicht wieder vermehrt mit unserer Umgebung, unseren Freunden, Familien und liebgewonnenen Personen befassen, statt nur immer dem Gewinn, mehr Luxus und mehr Freizeit nachzurennen. Vielleicht können wir dann, solche unglaublichen Vorfälle bereits vor der Entstehung unterbinden.

Ich wünsche Ihnen im Namen der Dorfposcht Redaktion und der Gemeinde Thalheim jetzt schon eine wunderschöne Weihnachtszeit und einen guten und erfolgreichen Start ins neuen Jahr!

Erich Bucher

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