Dorfposcht
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Gemischter Chor Thalheim

Reise in den Bergfrühling

Die diesjährige Chorreise führte nach Samnaun. Im Hotel Sonneck, das durch Susi Roduner und ihrem Ehemann geführt wird, war die Gruppe gut aufgehoben. Alle waren sich einig: Das war eine Superreise. Schon die Fahrt war ein Erlebnis. Der Aufenthalt in Samnauntal, das derzeit in einer wahren Blumenpracht leuchtet, war super. Schöne Wanderungen und das Beobachten spielender Murmeltiere machten das Wochenende zum Erlebnis.

Hermann Mettler und Heiri Friedrich haben gute Arbeit geleistet. Umsichtig haben sie die Reise nach Samnaun vorbereitet. Dieser Wochenendausflug wird den meisten Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben. Die Anreise war wohl etwas lange, doch das hat sich gelohnt.

Bereits um zehn Minuten nach sechs Uhr in der Frühe besammelten sich die 31 Reiseteilnehmer am Bahnhof von Thalheim. Mit Sack und Pack und guter Laune standen sie bereit zur Abfahrt. Per Eisenbahn ging es via Zürich, Ziegelbrücke nach Landquart. Dort stiegen die Weinländer in die Rhätische Bahn um. Über Klosters und dann durch den langen Vereina-Tunnel erreichte die fröhliche Schar das Engadin. Weiter ging die Reise durch das Bündner Hochtal. Eine herrliche Bergkulisse machte die Reise nach Scuol zu einem besonderen Vergnügen. Eine freudige Überraschung hielt der Postautobetrieb bereit. Ein Extrakurs ersparte uns die Fahrt durch die vielen Dörfer mit jeweiligem Anhalten. Auch das Umsteigen in Martina wurde uns durch diesen besonderen Service erspart. So gings in direkter Fahrt nach Samnaun. Die abenteuerliche Strecke durchs wildromantische Tobel des Schergenbaches hinauf ins prächtige Samnauntal meisterte der erfahrene Chauffeur trotz der vielen Kurven und engen Tunnels mit Bravour. Für diese Strecke müssen Postautos in Spezialausführung bereit gestellt werden. Sie sind 17 Zentimeter schmaler als die Standardausführung. Trotzdem bleibt an der engsten Stelle in einem der Tunnels auf jeder Seite kaum eine Handbreite Spielraum. Dank dem Extrakurs sparten wir eine halbe Stunde Reisezeit. Das gab die Möglichkeit zwischen dem Zimmerbezug und dem Mittagessen von der Terrasse des Hotels einen ersten Blick in die herrliche Alpenwelt von Samnaun zu genießen.

Nach dem vorzüglichen Mittagessen – Küche und Service des Hotels Sonneck bewiesen uns ein erstes Mal ihre Leistungsfähigkeit – hiess es Aufbrechen. Eine erste Wanderung auf dem Pflanzenlehrpfad stand auf dem Programm. Die artenreiche Alpenflora von Samnaun ist bekannt. Herrliche Wiesen voller bunter Blumen säumten den Wegrand. Hier konnte Heiri Friedrich sein Wissen unter Beweis stellen. Zu jeder Blume wusste er Auskunft über Name und Eigenschaften. Viele Alpenblumen sind aber auch auf dem Pflanzenlehrpfad von Samnaun mit Bild und Text beschrieben. Rund zwei Stunden dauerte die gemütliche Wanderung. Jetzt war es Zeit, um der zollfreien Einkaufsmeile von Samnaun einen Besuch abzustatten. Das Hotel Sonneck liegt im Ortsteil Ravaisch an ruhiger Lage, etwas abseits vom grossen Rummel in Samnaun-Dorf. Obschon der Gratis-Ortsbus regelmässig zwischen den fünf Sektionen von Samnaun zirkuliert, zogen es die Sängerinnen und Sänger vor, zu Fuss zu gehen. Die zehnminütige Wanderung auf dem Höhenweg lohnte sich bestimmt. Die Ladengeschäfte haben bis 19 Uhr geöffnet. Wir konnten also in Ruhe das Angebot an äusserst günstigen Tabakwaren, Spirituosen, Kosmetika, Lebensmittel studieren. Der erste Reisetag wurde mit einem guten Nachtessen und anschliessendem gemütliche Zusammensein abgeschlossen. Natürlich wurden einige Lieder angestimmt.

Am Sonntagmorgen besammelte sich die Reisegesellschaft bereits um 8.30 Uhr. Zuvor wurden die Koffern gepackt und am reichhaltigen Frühstücksbuffet tüchtig zugelangt. Mit der doppelstöckigen Gondel der Luftseilbahn – sie vermag 180 Personen zu befördern – gings hinauf in die Silvretta Arena. Eine herrliche Bergwelt lud zum Wandern ein. Auch hier eine prächtige Alpenflora. In diesem Gebiet leben Hunderte von Murmeltieren. So war es denn nicht allzu schwierig, diesen putzigen Gesellen zuzuschauen, wie sie sich in die Sonne legten oder übermütig umhertollten. Ein Teil unserer Reisegesellschaft bestieg den Piz Munschuns. Auf der Terrasse des Bergrestaurants wurde nochmals das herrliche Panorama genossen, und der Sonntagsspaziergang fand seinen Abschluss.

Nochmals durften wir die feine Küche unserer Gastgeber geniessen. Dann musste schon wieder die Heimreise angetreten werden. Auch für die Rückreise organisierte der Postautobetrieb einen Extrabus und fuhr uns direkt nach Scuol. Mit der Rhätischen Bahn hatte die Reiseleitung den Weg über Samedan gewählt. Von dort führte die Reise über die Albulastrecke nach Chur. Diese einmalige Bahnstrecke – sie gehört wohl zu Europas schönsten Landschaften – bot uns mit ihren Viadukten, Kehrtunnels und Wildbächen nochmals ein besonderes Erlebnis.

In Landquart wurde die Bündnerland Rundreise abgeschlossen. Von da kehrten wir über Walenstatt, dann dem Walensee entlang, über die «March», dann dem Zürichsee entlang über Zürich zurück ins Thurtal. Damit fand eine wunderschöne Reise, welche uns vor Augen führte, wie schön doch unsere Schweiz ist, ihren Abschluss

jro

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