Dorfposcht Nr. 74/26. März 2004 | Spielgruppe Thalheim

Dorfposcht
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Spielgruppe Thalheim

Am Donnerstagmorgen kurz nach neun Uhr betrete ich das Gemeindehaus um die Spielgruppe zu besuchen und bin erstaunt wie ruhig es ist. Als ich den Raum betrete sitzen sieben Kinder um einen Tisch und sind eifrig am malen. Aus drei Kartonblumen die bemalt und beklebt werden entsteht ein schönes Gebilde, das man am Fenster aufhängen kann.

Einige Kinder haben mehr Ausdauer als die anderen, ein kleiner Junge schielt immer wieder zu den Spielsachen hinüber und malt etwas lustlos an seiner Kartonblume. Ich frage ihn ob er nicht so gerne male, er antwortet «nicht so», er möchte lieber spielen.

Das Händewaschen macht den Kindern sichtlich Spass, mit den bunten selbstgemachten Seifen die auch noch duften ist das ja auch kein Wunder. Nun bitte ich die Kinder und Leiterinnen auf dem riesigen Kissen das mitten im Raum liegt Platz zu nehmen um ein Föteli von allen zu machen.

Mit grossen Augen schauen sie zu wie Ramona, meine Tochter die übrigens auch schon bei Dori in der Spielgruppe war und sich gerne daran erinnert, ihren Fotoapparat auspackt und sich in Position stellt und ein paar Fotos macht.

Danach verspeisen die Kinder ihren mitgebrachten «Znüni». Dann wird eine Runde gespielt und eine Geschichte erzählt. Zum Schluss singen alle noch ein Lied und um elf Uhr werden die Kinder von den Mamis wieder abgeholt.

Die Spielgruppe Thalheim gibt es seit 1986. Sie wird jetzt von Dori Schüssler und Gabi Erb geleitet. Früher war abwechselnd eine Mutter mit Dori zusammen am hüten doch es hat sich bewährt dass immer die gleichen zwei Leiterinnen anwesend sind. Kinder ab drei Jahren können die Spielgruppe besuchen bis zum Kindergarteneintritt.

Die Zahl der Kinder ist sehr unterschiedlich. Im Moment gibt es eine Gruppe von sieben bis acht Kindern. Im Jahr 2003 waren es drei Gruppen.

Die Eltern bezahlen pro Semester und Kind hundert Franken. Die werden gebraucht um Bastelmaterial zu kaufen und ein kleiner Betrag geht an Dori und Gabi. Der Raum wird von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Ich danke an dieser Stelle Dori und Gabi für den Einblick in die Spielgruppe.

Es ist einfach schön zu sehen mit welcher Geduld und mit wieviel Herz die beiden die Kinder betreuen.

pr

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