Dorfposcht Nr. 74/26. März 2004 | Chor: Begonnen hat alles…

Dorfposcht
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Begonnen hat alles im Sommer 2002…

Kurz zuvor sind meine Familie und ich von Winterthur nach Thalheim gezogen. Für mich war schon vor dem Umzug klar, dass ich am Thalheimer Dorfleben ein klein wenig beteiligt sein möchte. Der Zufall wollte es dann, dass mich meine Nachbarin, Andrea Kammacher, auf den gemischten Chor in Thalheim ansprach. Nach einigen begeisternden Schilderungen, fragte sie mich, ob ich nicht Lust hätte, mitzuwirken. «Oh, äh, …singen? Ich kann doch gar nicht singen!» Zwar musste ich zugeben, dass ich jeden Tag irgendetwas vor mich hin trällere. Aber ich habe doch eine fürchterliche Stimme! Ob ich Spass am Singen habe? Ja, ja, Singen macht mir eigentlich, wenn ich es mir so richtig überlege, sehr grossen Spass.

So wagte ich also den Schritt und schaute bei der nächsten Probe in der Aula im Schulhaus ganz unverbindlich hinein. Bei dem Gedanken, vorsingen zu müssen, zitterten mir ein wenig die Knie. Doch durch den herzlichen Empfang aller Mitglieder fühlte ich mich gleich wohler. Ich wurde auch sofort mit in die «Runde» gesetzt und durfte ungeniert mitsingen. Na ja, für das erste hörte ich doch lieber einfach einmal zu, denn Notenlesen war noch nie meine Stärke … Nach dem Lockern von Beine, Arme, Hals, Kopf und vor allem Mund, wurden dann die Stimmbänder aktiviert. Tja, und dann war das Hinhören für mich ein wahrer Genuss. Was da Sopran, Alt, Tenor und Bass zusammen klingen liessen, begeisterte mich enorm. Für mich war sofort klar: da würde ich gerne mitwirken. Aber ich hatte ja noch das Vorsingen vor mir. Würde ich das überhaupt bestehen? Und diejenigen, die schon seit ewigen Zeiten dabei sind, würden die so einen absolut unerfahrenen Neuling wie mich akzeptieren?

Meine Zweifel lösten sich im nu in Luft auf. Mit Freude und Herzlichkeit wurde ich im Verein aufgenommen. Vorsingen musste ich bis heute nicht, denn mehr als Spass am Singen zu haben, braucht es beim gemischten Chor Thalheim nicht. Das gemeinsame Singen tut unheimlich gut. Es befreit und macht fröhlich. Auch das gemütliche Beisammensitzen nach den Proben darf natürlich nicht fehlen. Für mich eine gute Gelegenheit, die Gewohn- und Sonderheiten dieses Dorfes kennen zu lernen.

Wir proben für das Singen an festlichen Anlässen, an Geburtstagen, im Altersheim oder in der Kirche. Jedoch der Höhepunkt des Jahres ist für uns die Abendunterhaltung. Haben Sie uns schon einmal singen gehört? Wenn nicht, dann lassen Sie sich diesen Ohrenschmaus nicht entgehen. Nächste Gelegenheiten bieten sich bei unserem Gesangsvortrag am Palmsonntag oder am Erntedanksonntag in der Kirche.

Oder wie wäre es mit einer unverbindlichen Kostprobe an einer unserer Proben? Neue Sängerinnen und Sänger, ob jung, ob älter, sind dazu herzlich jeden Dienstag Abend von zwanzig bis 22 Uhr in der Aula des Schulhauses Thalheim eingeladen. Sie werden es nicht bereuen, denn wie heisst es doch so treffend:

Wo man singt,
da lass dich ruhig nieder,
denn böse Menschen
singen keine Lieder.

Auf ein baldiges gemeinsames Singen mit Ihnen freut sich der gemischte Chor Thalheim und Claudia Menza.

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