Dorfposcht
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Editorial der Dorfposcht Nr. 58 vom 27. Juli 2001

Liebe Leserinnen und Leser

[Das Titelbild der Dorfposcht Nr 58 vom Juli 2001]Wieder einmal ist es soweit, das Editorial sollte schon geschrieben und abgeliefert sein, und ich überlege hin und her, soll ich nun dieses Thema wählen, oder wären die Gedanken zu jenen Fragen eher von allgemeinem Interesse?

Ich bleibe beim Naheliegenden. Am 11. Juli ist in der Andelfinger-Zeitung der Bericht zum Thalheim-Treffen erschienen. Es gehört also bereits der Vergangenheit an, die Fahnen sind beinahe alle wieder abgehängt und versorgt, für wie lange wohl?

Obwohl es dies und das zu kritisieren gäbe, denke ich, es war ein gelungenes Treffen. Die Gäste aus den verschiedenen Thalheim haben sich wohlgefühlt Möglich war dies nur dank der Mithilfe vieler Dorfbewohner und nicht zuletzt dank derer die am Anfang sagten: «Doch, das machen wir!» Sicher hat dies viele erstaunt, hoffentlich auch gefreut, zu sehen, was alles möglich wird, wenn viele mithelfen. Das hätte ich nicht gedacht, dass … wird mancher gesagt, oder gedacht haben …

Was zum Beispiel die Schülerinnen und Schüler, natürlich auch die Kindergärtler mit ihren Lehrerinnen gezeigt haben, war wirklich sehenswert. Überhaupt das ganze Abendprogramm, fand ich sehr gelungen.

Aber ich will keinen Bericht zum Thalheimer-Treffen schreiben, sondern mir einige Gedanken machen darüber, dass es erstens für ein Fest viel Vorbereitung, viel Engagement, viele Ideen und viel Durchhaltewillen braucht, während dem Fest dann viele Helferinnen und Helfer mit Improvisationstalent damit schliesslich alles klappt, auch wenn bei der Vorbereitung etwas vergessen wurde … und dann braucht es natürlich auch gut gelaunte Gäste, die alles was geboten wird auch zu geniessen wissen. Ich denke, all dies war da und hat vielen zu guten Begegnungen verholfen, die, wie verschiedentlich betont wurde, heute nicht weniger wichtig sind als vor Zeiten als alles noch etwas gemütlicher und ruhiger war.

Ich hoffe, dass auch hie und da ein Vorurteil abgebaut werden konnte. Die Erkenntnis, dass ein grosses Fest für eine kleine Gemeinde nur möglich ist, wenn viele mithelfen, zeigt uns, dass wir aufeinander angewiesen sind, dass unsere Mithilfe aber auch gefragt und wichtig ist.

Für mich gehört dazu auch, dass man seine Mithilfe oder Mitarbeit auch anbieten darf und soll und nicht immer darauf warten muss, bis man gefragt wird. Man soll seine Fähigkeiten und Talente ruhig «unter die Leute bringen».

Christine Jordi-Morf

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