Dorfposcht
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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Nun habe ich also die Ehre, das erste Editorial im neuen Jahrtausend zu schreiben. Dabei bin ich mir nicht einmal sicher, ob das neue «Millennium» wirklich schon be­gonnen hat. Man hat ja kaum mit dem Jahr null begonnen.

Aber so wichtig ist es ja wohl kaum. Mich interessiert nur, ob die «Werbefritzen» auf das nächste Jahresende wohl noch einmal das neue Jahrtausend mit Millenniums­angeboten ankündigen.
Wundern würde es mich nicht.

Doch sind wir froh, dass die gute alte Mutter Erde noch besteht. Denn auch die selbst ernannten Propheten und Sterndeuter haben uns ja den Weltuntergang vorher gesagt. Sie waren allerdings konkreter und haben die Endzeit vor dem Jahr 2000 angesagt.

Auch der 11. August mit seiner Sonnenfinsternis hat uns in Ruhe gelas­sen. Und der Orkan Lothar hat uns wohl die Macht der Natur vor Augen geführt und beträchtliche Schäden zugefügt, aber umgebracht hat er uns auch nicht. Es hätte mich auch gewundert, wenn die Schöpfung ihren Plan genau nach dem von Menschen geschaffenen Zeitplan gehalten hätte und ausgerechnet das Jahr 1999 zum Schicksalsjahr gemacht hätte.

Freuen wir uns doch, dass wir noch am Leben sind und die Wunder der Natur noch geniessen können. Wir wohnen in einer so schönen Landschaft, die es zu geniessen lohnt. Und sollte das nächste Jahresende nochmals ein Jahrtausendwechsel sein, so freuen wir uns doch darauf.

Jakob Roduner

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