Dorfposcht
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Editorial der Ausgabe 147 vom 27. Mai 2016

Liebe Leserin, lieber Leser

Bereits ist wieder die halbe Legislaturperiode des Gemeinderats vorbei. Der zu Beginn gewählte Präsident ist von Bord gegangen und die Gemeinde hat die «alte» Präsidentin wieder zurückgewählt. Dieser «Bockwechsel» hat aber keinen Einfluss auf unsere Legislaturziele. So wollen wir die Bau- und Zonenordnung zum Abschluss bringen. Da der Kanton unsere Eingaben in der ersten Lesung bewilligt hat, sind wir überzeugt, dass die Inkraftsetzung zeitgerecht erfolgen wird.

Seit meiner ersten Wahl in den Gemeinderat vor 14 Jahren beschäftigte uns immer wieder das weitere Vorgehen mit unserer Brückenwaage, dem Restaurant, welches im Eigentum der Gemeinde ist. Dabei geht es vor allem um eine sinnvolle Sanierung und der Frage, ob es die Kernaufgabe einer Gemeinde ist, ein Restaurant zu besitzen, resp. zu unterhalten. Trotz unzähligen Gesprächen konnten wir uns bis zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht entscheiden, wie wir dieses Problem lösen sollen. Der Gemeinderat ist eigentlich der Meinung, dass das Dorfleben auf irgendeine Art und Weise erhalten, oder sogar gesteigert werden soll. Eine Veräusserung des Gebäudes würde aber dieser Ansicht entgegenlaufen. Fest steht, dass eine Sanierung des Gebäudes notwendig ist, und dies sehr kostspielig ausfallen wird. Der Gemeinderat ist für gute Ideen aus der Bevölkerung offen. Sie sind sogar sehr willkommen. Am Ende wird dann an einer Gemeindeversammlung abschliessend über das Vorgehen entschieden.

In zwei Jahren werde ich mein Ratsmandat an den berühmten Nagel hängen. Bis dahin geht mir aber die Arbeit im Gemeinderat sicherlich nicht aus. So stehen grosse Herausforderungen in der Wasserversorgung an. Wir sind nämlich vom Kanton angewiesen worden, eine Zweitversorgung unserer Bevölkerung sicherzustellen. Diese Versorgung kommt zum Zuge, wenn aus irgendwelchen Gründen der jetzige Bezugsort nicht mehr benutzt werden kann. Nun stehen lange Diskussionen mit den zuständigen Fachleuten und den möglichen «Wasseranbietern» an. Ich hoffe, dass ich ihnen diesbezüglich in meinem nächsten Editorial neue Erkenntnisse und mögliche Lösungsvorschläge für diese kompakte Forderung des Kantons geben kann. Es ist aber bereits zum jetzigen Zeitpunkt nicht von der Hand zu weisen, dass sehr hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen werden. Es ist mir jedoch ein sehr grosses Anliegen, eine zweckmässige und einigermassen bezahlbare Lösung zu erreichen.

Zum Schluss wünsche ich allen Lesern einen schönen Frühlingsabschluss und anschliessend einen warmen und sonnigen Sommer.

Euer Gemeinderat Peter Benz

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